Donnerstag, 30. August 2007

Take that....Uni Bonn!



Damit herrsche ich über Chicago - links der "UPASS" und rechts die ICARD (inklusive $15 Guthaben für Kopien). Alles schön mit MAGNETSTREIFEN ;) Man fliege bitte über die Bilder samt debilem Lächeln hinweg...

Back on our own

Heute ist Donnerstag (bei euch drüben in der alten Welt schon Freitag) und damit ist die erste Woche Schule schon fast vorbei.

Mein Kurs "Race Relations" findet immer Montag, Mittwoch und Freitag statt. Jeweils 50 Minuten. Gestern war also die 2 Sitzung - der Prof hielt eine Vorlesung. Im Gegensatz zum deutschen System scheint mir das hier alles weniger starr zu sein. Es gibt - zumindest bei mir - keine reinen Vorlesungen bzw. Seminare. Auch die lästigen Referate entfallen dieses Semester. Stattdessen ist etwa in diesem Kurs beispielsweise diese Woche Montag & Mittwoch Vorlesung und Freitag Diskussion. Nächste Woche sind Montag und Freitag Diskussion. Freu mich schon auf morgen - zumal der Kurs zu einer humanen Zeit beginnt (11 Uhr).

Nachmittags hatte ich dann mit Sonja den Geschichtskurs zum 20. Jahrhundert. Thema ist die Identität Amerikas. Zunächst allerdings (wieder) Ernüchterung. Leute kommen, setzen sich und schweigen. Zudem frage ich mich, ob die Unigebäude so gebaut sind, dass man sich umbringen soll?! So jedenfalls ist die Atmosphäre. Naja, also der Prof kam erstmal rein, hat den Plan für die Stunde an die Tafel geschrieben, seinen Namen und E-Mail, Musik angemacht und den Verlaufsplan des Kurses ausgeteilt - ohne ein "Hallo". Fand ich merkwürdig. Aber als er erstmal loslegte wurde er sehr sympatisch. Der Gute ist schätzungsweise 30 Jahre jung und hat direktmal in der ersten Stunde Musik und Film in den Unterricht eingebracht - Respekt. Die erste Frage war: "What does it take to be an American?" - gut, dass wir keine sind ;). Ich glaube, dass dieser Kurs sehr cool wird. Um den Kurs zu bekommen, musste der Prof allerdings seine Zustimmung geben und uns ein Formular unterschreiben. Dies tat er auch mit Freude - der fand es ganz toll, dass wir Deutsche uns für das Thema interessieren. Nach dem Kurs noch schnell die Bücher besorgt - macht ca. $300 für Bücher (~15 Stück). WOW - soviel habe ich in Bonn in knapp 3 Jahren nicht gekauft!

Zur gleichen Zeit als Sonja und ich in einem abgedunkelten Raum uns also berieseln ließen, suchten Max und Diana ihren Platz an der Sonne - auf dem Sears Tower, dem - zum Bedauern der Chicagoer - nicht mehr höchsten Gebäude der Welt. (Wo ich das hier gerade schreibe gucke ich aus dem Fenster auf ihn in der Abendsonne - ein Traum). Abends gab es dann ein mit vereinter Kraft gezaubertes Dinner und Wein. Später waren wir noch kurz bei Dianas Freunden, die quasi unter uns wohnen - Gillermo und Alexandra, Bruder und Schwester. Da gab's dann vor der Nachtruhe noch einen Vodka - der Kerl ist 24 und hat sich das Loft da einfach mal gekauft!

Heute morgen waren wir zum Abschied frühstücken bei "Hashbrowns", einem Café hier direkt um die Ecke. War das lecker - und pervers! Wie ein Lunch frühstücken die hier...Ich hatte ein "Greek Style Omlette", dazu Hashbrowns (sowas wie Reibekuchen zerrieben) und Toast. Danach habe ich Max zum Flughafen gebracht - schade, jetzt isser wieder weg und wir haben ein Penthouse alleine. Mag wer kommen vielleicht?
An dieser Stelle nochmal: Max, komm bald wieder! Dann kocht die Sonja nochmal so gut und es ist einfach immer tierisch lustig! ;)

Das war jetzt der Teil über die letzten 2 Tage. Jetzt noch kurz was aus der Rubrik "Skurriles"

* Gestern, in meinem Kurs, saß ein Mädel verschleiert. Auf ihrem T-Shirt stand groß geschrieben: "NO, I AM NOT A TERRORIST". Das fand ich sehr sehr cool.
* Heute morgen mit Max im Buchladen. Er bezahlt mit Kreditkarte und muss den Pass vorweisen. Daraufhin fragt das Mädel: "Are you from Russia" (kommst du aus Russland) und er antwortet "No, I am German" (nein, ich bin Deutscher). Sie dann: "Oh, so you came to the US to experience freedom right?" (dann bist du also hier um die Freiheit kennenzulernen)....manche Amis.
* Ähnlich: In meinem Kurs über den Bürgerkrieg. Prof sagt, manche nennen den Bürgerkrieg auch "War of the Rebellion" und fragt, wer das wohl so bezeichne. Darauf ein Student (der - nur so gesagt - zur Army will) "Europe. They always try to put us down" (Europa. Die versuchen uns immer fertig zu machen.) Tja, da soll noch mal einer sagen, bei der Army nähmen sie nur Trottel...
* Diana hat uns erzählt, dass sie desletzt mit wem von der "Versailles High-School" gesprochen hat. Ja genau, "Versailles" wie in "Versailles" bei Paris. Nur sprechen Amis das wohl aus wie Versales (wersäls).

Ja, und morgen ist Freitag und uns steht das Labor Day Weekend bevor. Richtig, die feiern das hier nicht am 1. Mai, sondern halt jetzt. 3 Tage frei - mal sehen, was wir da so unternehmen werden. Es ist das erste Wochenende ohne Besuch im Haus....zumindest aus Bonn. Steph kommt morgen vorbei und wir ziehen mal was um die Häuser....

Dienstag, 28. August 2007

Der erste Tag

Seid froh, ihr Bonner, dass ihr noch 2 Monate frei habt. Bei mir ging es gestern los. Morgens bin ich erstmal zum History Department getigert und habe mir 2 Formulare abgeholt, mit denen ich mich an die Professoren für die Kurse zur US Geschichte einmal im 19. und einmal im 20. Jahrhundert wenden sollte.

Schon um 11 Uhr hatte ich meinen ersten Kurs. "American Race Relations". Hier geht es um das Verhältnis zwischen Schwarzen und Weißen in den USA. Fand ich interessant und der Professor war sehr freundlich. Allerdings: Die Räume laden zum Selbstmord ein. Kein Licht, gelb-grüne Wände...herrlich. Dafür ist die Ausstattung gut - Projektor, Beamer, Rednerpult etc. Der gleiche Prof erwartete mich dann auch am Nachmittag zum Kurs "19th Century US History - The Civil War". Da musste ich mich dann auch vorstellen, was ganz gut gelang. Der Prof hat immer mal auf mich verwiesen, etwa als er über die Phase des "nation building" in Europa gesprochen hat und auf die Proklamation des Kaiserreichs hinwies. "You will be familiar with that Mr. Miessner, right?". Vom Bürgerkrieg habe ich keine große Ahnung - umso spannender. Er hat mich dann auch prompt in den Kurs gelassen - war ganz einfach. Sehr netter Typ. Etwas verrückt (lacht dauernd), aber nett.

Welche Eindrücke habe ich nach dem 1. Tag gewonnen? Schon eine Menge:

1. Vielleicht liegt es an der Uni (mal wieder), aber die Amis sagen nix. Im ersten Kurs saß ich als erster drin und dann kam ein Mädel rein, die aber nichtmal "hi" sagen konnte. Das scheint aber nicht an mir zu liegen, denn die sagen zu keinem was - es sei denn, man kennt sich schon. Sonst sitzen alle wie Zombies da und warten auf den Prof. Diesem habe auch nur ich mit "Good Morning" geantwortet, was etwas seltsam war. Auch das Klopfen am Ende der Sitzung entfällt...merkwürdig.

2. Hier ist alles sehr multikulturell. Wie bekannt gibt es in den USA bald eine neue "Mehrheits-Minderheit" - die Hispanics. Und diese fühlten sich beim Thema "Race Relations", also den Beziehungen zwischen den "Rassen", prompt angegriffen, da sie nicht mit einbezogen wurden. Man kann es kaum jedem Recht machen, aber einige wurden richtig "aggressiv" im Ton. So etwas kannte ich bislang nicht aus Deutschland.

3. Die Uni Räume sind ähnlich hässlich hier wie zu Hause. Teilweise hässlicher. Haben aber eine gute Ausstattung. Mein 400er Kurs, also für Fortgeschrittene, hat nur rund 15 Teilnehmer - so ein Hauptseminar muss man erstmal finden in Bonn.

4. Die Anforderungen. Da war ich sehr gespannt. Dieser Kurs über die Rassenbeziehungen ist ein 200er Kurs - also im Mittelfeld. Hier müssen wir im Semester (bis Mitte Dezember) 3 Essays (je. ca. 6 Seiten) schreiben plus 2-stündige Klausur am Ende. Kaufen musste ich 5 Bücher für den Kurs - ca. $70 für gebrauchte Bücher! Der 400er Kurs hatte auch 5 Bücher ($80) und auch hier: 3 Essays (je 6-8 Seiten) plus Klausur. Soweit so gut - für Graduate Level (also Hauptseminar) muss man ein 12-Seiten Research Paper, also eine Hausarbeit, schreiben. Hierfür muss man - ACHTUNG BONNER!!! - 3 Bücher heranziehen. Das fand ich sehr krass - dazu mahnte der Professor noch einmal an, auch mal die Bibliothek zu benutzen. Scheinbar ist der Bachelor standardmäßig zu machen, ohne die Bib je gesehen zu haben.

Mein Law Kurs heute hatte ähnliche Anforderungen: Quiz(e?), 3 Klausuren, Zusammenfassungen und ca. 150 Fälle, die man lesen muss. Rechne also am Ende des Semesters mit 4 Klausuren. Glaube aber, ich werde das gut hinbekommen.

Mich hat jetzt auch die Erkältung wegen der Klimaanlage erwischt - mir läuft die Nase. Komme aber kaum zum Ausruhen - Max ist noch hier und wir sind quasi dauernd unterwegs. Versuche bald wieder zu posten.

Montag, 27. August 2007

Die 3 von der Tankstelle

Gestern gab es kein Update? RISCHTIG! Und warum? Max ist am Samstag angekommen - nach einigen Strapazen. Die Blue Line in Chicago fährt NORMALERWEISE von meiner Uni direkt durch zum FLughafen. Dauert eine Stunde. Samstag jedoch haben sich sehr smarte Leute überlegt: "Hey, warum modernisieren wir nicht heute die Bahn?". Daher war auf halber Strecke ein Shuttle-Bus eingesetzt, der die Leute einige Stops weiter bringen sollte. Ich weiß nicht, ob diese Menschen nicht bedacht haben, dass der Verkehr in Chicago stockend ist nachmittags....jedenfalls brauchte ich 2 Stunden hin. Zurück waren es knapp 3,5, da die Züge - wie bereits erwähnt - mal kommen und mal nicht. Chaos.

Am Sonntag jedenfalls waren wir dann in Downtown unterwegs. Erster Stop: Millennium Park:




Zweiter Stopp: Navy Pier




3. Stopp - und nun Achtung alle NAPPIES aus Bonn! Die Arcitecture Boat Cruise






Es gibt noch mehr zu berichten, aber: Ich muss nun los zur Uni......genießt eure freien 2 Monate noch ihr Bonner ;)

Samstag, 25. August 2007

I got Kurse

Es gibt nicht viel zu berichten! Habe nun Shades im Zimmer - zumindest 2. Allen hatte einmal die falschen dabei. Sieht gar nicht mal schlecht aus!

Für den einen Kurs, den ich aussuchen konnte, stellte sich heraus, dass er für Doktoranden war! Dementsprechend die Anforderungen - weiß nicht, ob ich das schaffe. Habe mir daher gedacht, dass ich mich dieses Semester erst einmal selber teste und gucke, ob das viel ist, was die Profs erwarten etc. Daher habe ich mich nun für folgende Kurse entschieden:

* History of American Race Relations.
* African Americans and the Law
und die beiden Geschichtskurse zum 19. und 20. Jahrhundert. DAS erfahre ich aber erst Montag! Also weiter Daumen drücken :)

Freitag, 24. August 2007

Wo bin ich bloß gelandet...

Heute war der große Tag - Registration für die Kurse stand an. Vielleicht ahnte ich bereits Schlimmes - schon beim Aufstehen fehlte mir die Lust. Aber gut.

Los ging es um zehn in Angelas Office. Wir sollten um 9:50 da sein - waren WIR auch, nur war Angela? Unterwegs! Sie kam dann auch um 10 - zu der Zeit sollten wir schon bei dem Advisor sein. Tja...Erste Frage: "Where exactely do you meet him" - Wir: "????" - sie wollte uns doch hinführen, wir hatten keinen Plan. Sie auch nicht. Aber wir sind dann doch noch zu unserem Advisor gekommen. Der war der Coordinator am Political Science Department für Undergrads. War sehr freundlich der Professor - zudem hat er uns beigepflichtet, dass wir eigentlich Graduate Status haben müssten und sich direkt an oberster Stelle beschwert. So was nenne ich Engagement. Helfen konnte er uns zunächst jedoch nicht - dafür war James verantwortlich.

James ist Graduate Advisor am Department - ein wenig irre, aber freundlich. Aber einen Plan hatte er nicht! Bei Sonja hat dann alles funktioniert - bei mir nicht. Zunächst funktionierte mein Passwort nicht - also mussten wir zu einem anderen Gebäude, um es zu resetten. Dann wollte ich mich registrieren - das läuft alles super professionell online - aber ich bekam Fehlermeldungen. "Level Restricition" haben wir erwartet - da wir nur Undergrads sind, stehen uns die Graduate (Hauptstudiums) Kurse nicht offen. James konnte das aber beseitigen. Nächstes Problem: "Major Restriction". Major?

Kleiner Rückblick: Im Juni erhielt ich Post von der UIC, die sich ungefähr so las: "Herzlich Willkommen am College für Architektur und Kunst"... Das sollte eigentlich beseitigt sein - so dachten zumindest Angela und ich. Aber es stellte sich heraus, dass bei der Registrierung noch immer stand, dass ich Architektur studiere. Dem musste erst einmal abgeholfen werden. Daher ein "Major Restriction"-Fehler.

Nach knappen 5 Stunden war ich endlich raus aus dem Gebäude - und habe sage und schreibe 1 Kurs belegt. Dafür ist der Graduate und das Thema sind Internationale Beziehungen. Love it. Nur fehlen mir noch zwei. Am Montag um 9 Uhr laufe ich beim Geschichtsdepartment auf und frage da mal nach, ob die dasselbe für mich tun können für die zwei gut klingenden Kurse "US HISTORY IN THE 20th CENTURY" und "US HISTORY IN THE 19th CENTURY". Das wäre mal was! Normalerweise bin ich gut organisiert - aber ich hasse so Sachen auf den letzten Drücker. Montag laufe ich zwar dahin - aber Montag beginnt auch die Uni schon! That is just crazy!

Und wie der Tag begann, so endet er auch. Im Supermarkt war nach dem Angriff von Mutter Natur der Kühlschrank defekt - also konnten wir die Hälfte der Sachen nicht kaufen. Heute abend wollten wir was trinken gehen - aber im TV und Internet gibt es Warnungen vor neuem Sturm und mir wurde von Stephs Mutter angeraten zu Hause zu bleiben und - ganz wichtig - weg von den Fenstern. Gut, dass die komplette Außenwand des Apartments aus Fenstern besteht! :)

Gut gelaufen heute ist, dass Allen, unser Vermieter, vorbei kam und morgen die Shades anbringen will. Der ist echt nett - haben ihm und Frau einen Starbucks Gutschein für $20 gekauft als Dankeschön. Morgen kommen - auch für lau - Trockner und Waschmaschine....Ne Leiter haben wir heute auch vom Allen geschenkt bekommen.

So, jetzt wird in der Mikrowelle Popcorn gemacht - es gibt extra eine Taste dafür, die gerade sagt: Enjoy ;)

Donnerstag, 23. August 2007

Tornado in Chicago

Jawohl, heute war hier Tornado-Warnung. Seit 9 Uhr war International Orientation angesagt an der Uni - das war sehr hilfreich. Wir haben Infos zu Security, Wohnen, Clubs, etc. bekommen. Fand das gut gemacht - waren mehrere kleine Vorträge zu allen möglichen Themen (auch Transgender war dabei....dachte, dass es sowas nur in Bonn gäb). Neben 99% Asiaten (Inder und Chinesen) waren auch ein paar Deutsche dabei - 3. Nummern getauscht, was gelabert und morgen geht es mal in eine Bar. Scheinen nett zu sein.

Die Orientation war um halb 4 zu Ende und dann rief ich die Diana an, die mir dann von einem Sturm bei ihr berichtete. Dazu muss man wissen, dass es hier um 9 brennend heiß war und die Sonne vom blauen Himmer schien. Also war ich etwas verwundert. Als Sonja und ich dann rausgingen sahen wir dann aber tatsächlich graue, sich drehende Wolken am Himmel. Also schnell zum Bus - aber zu spät. Das Unwetter hatte uns erwischt - Windböhen, ne Menge Regen und alles, was sonst noch dazu gehört. Krass. Und ausgerechnet heute hat der Busfahrer das "STOP" Sign nicht gesehen - 2x. Also sind wir nach Hause noch weiter gerannt als sonst schon - immer wieder aufgeschreckt durch Blitze, die sehr nahe waren.

Zum Thema Gewitter und Sturm generell: Wir haben schon Erfahrung. Hier ist das Donnern so laut und stark, dass mal denkt die Fenster zerspringen gleich oder irgendwo ist was detoniert. Gestern nacht habe ich mich im minutentakt erschreckt, weil der eine Donner heftiger war als der andere. Dazu super viel Regen und man hat das perfekte Setting für einen Horror-Film. Nervig ist, dass es quasi jeden Tag Gewitter gibt, aber die Luft nicht abkühlt. Zum Wochenende soll es besser werden!

Nun noch zu gestern: Das war ein gaaaanz langer Tag. Wir haben Jenny morgens 5 zur Bahn gebracht. Da war es schon so schwül heiß, dass wir schon gut geschwitzt haben. Auf dem Rückweg dann folgendes: An dem Bahnausgang stand ein Auto und ein Schwarzer holte sich eine Zeitung an diesen Zeitungsboxen. Nichts ungewöhnliches. Dann einige Meter weiter jedoch hält derselbe Typ kurz vor uns an, steigt mit dem Hammer aus und "öffnet" eine andere Box....Der sah nicht aus wie ein Paperboy. Voll komisch - hat nur doof geguckt und wir sind einfach weiter. Es ist so komisch manchmal - die Bürgersteige sind riesig und während auf den Straßen die Hölle los ist, ist man oft alleine zu Fuß unterwegs. Noch schnell zum Thema Gangster: Dienstag MITTAG (!) wurde an der Bahnstation von der Uni jemand von hinten niedergestochen - hallo?. Weiß oft nicht, ob man sich sicher fühlen soll oder nicht. So z.B. gestern auf dem Weg zu einem TARGET (Supermarkt, der quasi alles hat). Die Gegend war nicht so nett - schon hat man nur Schwarze um sich und auch im Bus. Man fühlt sich dann schon etwas komisch alleine - etwa so, als ob man nicht willkommen wäre.

Weitere Beobachtung: Die Distanzen. Dieser Target ist ca. 3 Blocks nördlich und 3 östlich von uns entfernt. Also auf einer deutschen Karte etwa so wie in Bonn von meiner Bude bis zum Jo/Niko oder so. Oder für die Dürener: Von zu Hause bis zum Kreisverkehr. Braucht man bei uns so 10 Minuten, sind es hier 45. Und die gingen wir gestern bei brüllender Hitze. Gott sei Dank fahren hier gut Busse - allerdings immer nur die jeweiligen Straßen entlang. Vorteil: Halten an jeder Querstraße (sollten die nicht super klein sein) und es ist ganz einfach, weil man halt immer einen Bus hat, der die Straße auf und ab fährt. Nachteil: Bislang habe ich keinen Bus gefunden, der auch mal Schlenker fährt; also nicht nur geradeaus.

Bin schon gespannt auf die Uni! Morgen kann ich Kurse belegen - hoffe, dass das alles gut klappt! Drückt alle die Daumen - Ergebnisse in Kürze an dieser Stelle ;)

Dienstag, 21. August 2007

Meine Wohnung





Impressionen aus Chicago









Ein langer Tag in Chicago geht zu Ende - und die Füße schmerzen! Das Essen hätte für 10 gereicht - falls wer in der Gegend ist: noch 4 Boxen Chinafood sind im Kühlschrank!

Phil goes Wireless


Gestern war so ein Tag, den man zur Hälfte verflucht und zur Hälfte preist. Zunächst begann der tag mit einer Überraschung - wir haben einen Wohnzimmertisch mit 6 Stühlen für umsonst bekommen. Diana brachte ihn gestern zum Frühstück mit. Der Hammer.

Dann auch erstmal alles geklärt an Telefonaten (Internet, Management) und ab ins Auto. Halt! Ich vergaß - unsere Betreuering an der Uni, die gute Angie, meldete sich nicht! Daraufhin hat Sonja sie angerufen wegen des Termins mit einem Advisor. Den brauchen wir, um Kurse zu belegen. Uni startet ja schon am Montag. Ängie lies Sonja dann wissen: Mittwoch oder Freitag. Problem: Phil will Freitag nach New York Reni besuchen. Sie sagt uns noch Bescheid bis abends - dieser Anruf kam nie...mal wieder sitzen wir also da. (Die Management Tante rief auch nie zurück)

Der Plan war eigentlich vormittags was zu besorgen und nachmittags nach Downtown zu fahren. Fehlanzeige. Wir brachen erst mittags auf zur Uni. Jenny brauchte dringend Internet, Diana musste ihr I BOOK PRO (SAU!) abholen und ich bin nun stolzer Besitzer eines UIC Shirts:

Nach der Uni waren wir noch bei Staples, einem Laden für Bürobedarf - wir haben nun auch Stifte. Dann noch "kurz" bei Home Depot gestoppt und Shades für unsere Fenster Front ausgesucht. Hoffe, der Vermieter nimmt die.

Kurz vor der Haustür bekam ich einen Anruf von OnShore, unserem Internetanbieter hier im Haus. Das ist tatsächlich umsonst, aber nur in 1 Raum wird es freigeschaltet. Toll. Nachdem ich ca. 30 Minuten telefoniert hatte stellte sich heraus, dass für die Installation in anderen Räumen über $100 anfallen würden. Also ich noch schnell - es war halb 7, um halb 9 war Kino - mit Diana zu Target und ein Wireless Router gekauft, schnell zurück, installiert und los. Kino war dann echt gut - Bourne Ultimatum. Fand ich gut. Studentenpreis umgerechnet weniger als 6€. Geht.

Nachts wollte ich noch meinen Flug nach NYC buchen. Mit Max hatte ich versucht was auszumachen, aber die Leitung war immer weg. Weil der auch umzieht hatte er auch kein Telefon oder Internet. Der Plan war, dass er mit nach Chicago kommt von NYC. Das erreicht er bequem per Bus. Ich hingegen müsste nun schon $313 zahlen für den Flug, plus Hostel plus "Taschengeld"....sieht also nicht so gut aus. Schade Reni, hätte dich gern besucht :(. Schuld ist die blöde Uni Tante. Wieso konnte die uns nicht vorher schon einen Termin geben? Warum meldet die sich eigentlich nicht? Wer bezahlt die eigentlich?

Aber immer optimistisch bleiben. Gerade ist der Sears Tower im Nebel verschwunden und ich sehe keine Skyline mehr von hier. Aber dafür noch ein paar Pics:

Montag, 20. August 2007

I'm in!

Jepp - ich wohne nun nicht mehr bei der Steph, sondern wir konnten gestern einziehen! So schnell ging das noch nie. Morgens waren wir mit Stephs Familie erstmal fruehstuecken - eigentlich war es eher wieder ein Lunch. Hauptsache UNGESUND. Dann sind wir grosszuegig einkaufen gegangen und haben tausende Tueten nach Hause geschleppt. Dann haben wir zu viert alles in quasi 3 Stunden aufgebaut und geputzt.

Steph hat Jenny vom Flughafen abgeholt. Eigentlich wollten wir mit ihr in ein Hotel. Sie wusste noch nichts von dem Umzug. Also hat Steph ihr gesagt, dass wir schon haetten zum Hotel fahren muessen zum Check-In und dass sie nur kurz noch bei ihrer Schwester vorbei musste, um etwas abzuholen. In Wahrheit fuhren sie jedoch zu unserer Wohnung, wo Diana ihnen aufmachte. Steph meinte dann so zu Jenny, dass sie Hilfe braeuchte bei den Koffern im Nebenzimmer. Und da standen wir dann. Jen hat erst gar nichts gecheckt - auch nicht, dass es nicht Dianas Wohnung war. Nach dem ersten Schock waren wir dann Pizza essen bei Giordano's - best stuffed pizza in town. Lecker.

Falls ihr euch fragt, wieso ich so komisch schreibe - sitze gerade in der Uni am PC und der hat ne amerikanische Tastatur. Jepp, wir haben noch kein Internet, aber soeben den Auftrag erteilt, das einzurichten. Zunaechst habe ich heute morgen beim Management Office angerufen, weil unser Vermieter meinte, dass die das Internet einrichten. Die Tusse wusste mal gar nichts - weder wie man die Mailbox anders beschriftet noch wie das mit dem Internet funktioniert - "call your landlord"....der hat besseres zu tun. Ich also bei der Internet-Firma direkt angerufen, wo man mir auch sehr freundlich sagte, dass wir nur ein Fax schicken muessten mit dem Auftrag...Und wo kriegt man das Faxformular her? Bei dem Management-Office....

Wenn alles glatt laeuft, dann haben wir am Wochenende Trockner, Waschmaschine und Internet. Ach - ich vergass! Heute morgen kam Diana mit einer Ueberraschung - einem Tisch mit 6 Stuehlen fuer umsonst. Eine Lehrerin an Stephs Schule hatte eine neue Einrichtung am Start und musste die alte loswerden. Also hat sie sie verschenkt - an uns. Und die passt sogar vom Style gut in die Bude.

Sobald ich Internet habe gibt es auch wieder ein paar Bilder - fuer all die faulen Besucher hier ;)

Sonntag, 19. August 2007

It's done

Gibt gar nicht so viel neues zu berichten. Am Samstag waren wir bei Wal Mart und haben noch Kram gekauft. Woran man alles denken muss: 100 Putzmittel, Kabel, Anlage, TV....män o män. Eigentlich wollten wir dann nachmittags aufbrechen zu einem Open Air Konzert. Das war so ein Mix aus Konzert und Picknick. Aber es regnete ununterbrochen, weshalb wir das Picknick auf Stephs Bude verschoben haben. Stephs Geschwister plus Freundin waren da und wir haben ne Runde Taboo gespielt und gelabert - also nicht wirklich ein aufregender Tag. Heute kommt Jenny - also bald gibt es mehr zu berichten denke ich ;)

Samstag, 18. August 2007

Moving in, Moving out

Gestern war IKEA angesagt! Jepp. Morgens gegen 10 ging es los zu den Schweden. Wir haben fast die halbe Bude ausgeräumt. Interessant zu beobachten: Amerikaner essen diese schwedischen Fleischbällchen mit Maccaroni & Cheese. Ich hatte ein Sandwich - war nicht so doll. Dafür kostet der Hot Dog grandiose 50c und es gibt Cinnamon Rolls. Lecker. Wir haben nun fast alles für die Wohnung zusammen und können nächste Woche dann endlich rein. Bilder von der fertigen Version folgen :).

Nach Ikea haben wir den Kram zur Wohnung gebracht. Für die Strecke Düren-Köln, also ca. 40km, haben wir ganze 2 Stunden gebraucht wegen Stau. Sowas hab ich noch nicht erlebt. War das ÄTZEND! Das Einladen ging dann recht schnell - wir hatten ja von Brenda schon die Schlüssel bekommen. Da die Jenny am Sonntag kommt und wir das Hotel schon gebucht haben, werden wir aber wie gesagt erst nächste Woche einziehen.

Danach waren wir in Greek Town essen. Und was gab es da? Natürlich Fritten, Greek Fries. Mit Feta-Käse. Waren die lecker. Das Gyros erinnerte - von dem Pita-Brot abgesehen- stark an Döner, aber war recht gut. Als ich damals in Griechenland war ("Schnee" sag ich nur uns nur 1 Person versteht es ;) ) gab es sowas nicht. Kann mir gut vorstellen, dass viele Amis denken, in Griechenland gäbe es Fritten mit Feta-Käse...Greek-Town war auch voll von "griechischen" Ornamenten, oder zumindest was Amerikaner für solche halten. Schäfer-Wünsche hätte ihre Freude!

Abends haben wir uns The Good Shepard angesehen - was für ein öder Film. Nach vollen 2 Zeitstunden haben wir aus gemacht - hier sind so quasi 100 Stories verarbeitet worden.

Heute abend geht es auf ein Konzert der Gipsy Kings (?), wo wir picknicken. Vorher wird alles bei WalMart gekauft für die Wohnung, was wir noch brauchen. Jetzt gibt es Frühstück - sieht aus wie Lunch :)

Freitag, 17. August 2007

Der Tag der Schlüssel

Der Donnerstag war zunächst relativ unaufregend - Steph musste arbeiten und wir vergaßen nach dem Schlüssel zu fragen. Was blieb uns also anderes übrig, als zu Hause zu bleiben? Nix! Das taten wir dann auch bis halb 5.

Morgens sagte uns jedoch Carl Bescheid, dass die Vermieter der ÜBER-Wohnung uns kennenlernen wollen. Dazu sollten wir uns herausputzen und so viel Kohle wie möglich besorgen, um guten Willen zu zeigen. Gut, also wir fein gemacht, Steph kam und wir gehen vor die Tür. Sonja (hallo!) zieht die Tür langsam zu, obwohl Steph die ganze Zeit sagt "Wait!". Paaf - Tür war zu, Schlüssel drin. OOPS. Carl sowie Ruben, die beide nen Zweitschlüssel haben, waren nicht zu erreichen. Also sind wir zu Fuß im Amerika der Autos zu einem Mexikaner gegangen zum Essen. Carl hat uns dort dann aufgesammelt, aber die Stimmung war, um es vorsichtig zu sagen, sehr gereizt. Die beiden können über alles möglichen Kram diskutieren....

Also rund 2 Stunden später bei der Wohnung. Vermieter sind (Botox-)Brenda und Alan, ein Ehepaar aus NYC (hallo Reni!), die aber in Chicago wohnen. Etwas künstlich die beiden, aber sehr freundlich. Carl meinte, wir hätten sie gerockt. Auf jeden Fall haben die uns alles gezeigt. Super nett: Die Restmiete für August müssen wir nicht bezahlen, Strom und Gas sowie Telefon laufen auf alan weiter und wir bezahlen - also kein Aufwand für uns. Alan bezahlt sogar noch Shades für die Fenster - wir müssen sie nur aussuchen. Trockner und Waschmaschine kommen auch noch frisch rein. Okay, was kriegen wir denn nun für unser Geld?

*2 Schlafzimmer, 2 Bäder mit Badewane, Küche (Spülmaschine, Kühlschrank (mit Eismaschine), Herd, Mikrowelle, Schränke, alles neu), Wohnzimmer mit Kamin, großer Balkon mit Blick auf die Skyline, Klimaanlage
*großer Fitnessraum
*Sonnendeck
*Pool
*High-Speed Internet in der Miete enthalten
*Partyraum
*vorwiegend junge Leute, sehr gute Gegend in Uni-Nähe (10-15 Minuten zu Fuß, UIC Bus vor der Tür), Bars, Clubs, Supermarkt

Das gute Stück lag zugegeben am oberen Rand unseres Budgets, aber wir haben so viele Buden gesehen, die zwar billiger waren, aber im Ghetto lagen. Gut auch, dass wir 2 Bäder und Zimmer haben - denke, wir können uns gut aus dem Weg gehen. Kommt alle vorbei - u will love it, too!

Naja, obwohl wir noch kein Geld hatten, haben wir schon die Schlüssel, um Sachen reinzustellen. Hoffe, dass das Geld bald da ist :). I'll keep u updated!

Donnerstag, 16. August 2007

A lil bit of everything

Gestern war ein recht langsamer Tag. Steph musste arbeiten und daher waren Sonja und ich hier erstmal gefangen - da wir um 6:30 Uhr quickfidel sind, zieht sich die Zeit sehr. Aber dann kam sie nach Hause und wir sind zur Bank of America gefahren - jepp, habe nun mein Konto in den USA! Da kann das Big Business ja losgehen!

Leider hat sich der Vermieter unserer Wohnung so dumm angestellt, dass ich langsam die Schnauze voll hatte. Zuerst wollte er einen Co-Signer. Steph hätte dafür gebürgt, dass er sein Geld bekommt. Dann wollte er die komplette Miete im Voraus. Hätten wir auch gemacht, wenn wir ne Bank hätten einschalten können, die ihm das Geld zuteilt. Wollte er nicht. Wir haben den Verdacht, dass er die Bude verkaufen will und dann hätten wir $20.000 verloren gehabt. OOPS! Also abgesagt. Aber der Carl hatte schon was neues. Will nicht zu viel verraten, aber es ist noch besser. Leider auch teuer - aber auch gestern stellten wir wieder fest, dass "billig" und "Einzelapartment" gar nicht zu haben ist zu unserem Budget und "billig" und "2 bedroom" nur in heruntergekommenen Gegenden - Fabrikhalle vor der Haustür. Wollte ja nie zusammenziehen, aber das es so krass ist mit den Gegenden teilweise wusste ich da noch nicht.

Also gut, unsere vielleicht *BITTE!!!!* neue Bude wäre der Kracher schlechthin. Ich gebe nur mal nen Vorgeschmack auf den Blick von unserem Balkon (leider war schlechtes Wetter!):



Jepp, das ist die Skyline von Chi-Town. Das große Gebäude ist der Sears Tower. Also bitte alle Daumen drücken!

Dienstag, 14. August 2007

Clap For Alaska

Vor einigen Tagen habe ich den Simpson Film gesehen. Super lustig - solltet ihr alle gucken gehen. Hier eine meiner Lieblingsszenen:

Von Folklore, Ghettos und Chicago Downtown

Erstmal ein dickes SORRY, dass ich gestern nicht schrieb, aber wir waren quasi 12 Stunden in Downtown Chicago unterwegs.

Der Tag fing an mit einem American Breakfast. Wie im Film: Ein Ömchen bedient, schüttet Kaffee immer daneben und riesige Portionen. Meine Wenigkeit hatte Rührei mit Gemüse und Zwiebeln und dazu French Toast. Es war soooo lecker!

Danach ging es zur Bahn! Die ist nicht etwa einfach zu erreichen - man brauch, wie für alles eigentlich, ein Auto. Das Tagesticket war sagenhaft günstig: $5! Dann die Ernüchterung: Die Blue Line, also unsere Linie, fährt EIGENTLICH alle 10 Minuten, aber QUASI wann sie will. Der Zug sieht aus, als würde man darin irgendwelche Mutanten transportieren oder Leute ins Gefängnis schicken! Eine lange, dünne Klapperkiste aus Metall. Drinnen gibt es zwar Klimaanlage, aber das Teil ist super schmal. Aber der Horror ist die Fahrt an sich. Für eine Strecke etwa so weit wie von Bonn nach Köln braucht sie ganze 60 Minuten. Das Ding fährt einfach tierisch langsam. "Kann man sich ja unterhalten" - nein, falsch gedacht. Es ist so laut, dass selbst ein Ipod auf voller Lautstärke dagegen nicht zu hören ist. PERFECT!

Gut, also als wir dann endlich an der Uni (UIC) waren, viel uns zuerst natürlich die grauenvolle Architektur auf. Das Teil sieht aus...oh MANN! "Like in the Soviet Union" war der Kommentar von Steph...passend! Der Campus ist RIESIG! Kann das nicht so richtig erklären - das ist mehr so ein Stadtteil. Mitten in der City zwar, aber dennoch sehr grün, überall Parkbänke und Gebäude. Waren dann im Bookstore und trafen denn auch unsere Beraterin!

Die Frau war vercheckt! Nicht nur, dass Sonja und ich ein halbes Jahr Probleme hatten wegen ihr größtenteils! Auch gestern wusste sie nicht viel mehr zu sagen als "Do you know how to dial a number?" oder "This is a map"....eh....jaaaa??!! Ich konnte nicht mehr vor lachen als sie nach unseren Nebenfächern gefragt hat! Bei mir ging noch alles klar, nur bei Sonja nicht. Sonja sagte ihr Nebenfach sei "Law", woraufhin sie - leicht am grübeln - wiederholt: "Ah, I see...Folklore...?!" und Sonja "No, International Law". Ich hab sie so ausgelacht - aber sie gleich mit. Ist ne nette, nur etwas vercheckt. Danach sind wir beim "Check-in" gewesen und haben nächste Woche ein Date mit einem Advisor für die Kurse. We will see...

So, dann hatten wir uns eigentlich für die eine Wohnung entschieden....Als wir den Vertrag holen wollten, wurde uns jedoch mitgeteilt, dass der eigentliche Vermieter uns nicht will....*heul*. Da war die Stimmung erstmal am Boden. Momentan sieht es so aus, als könnten wir die Wohnung kriegen, sollten wir alles auf einmal bezahlen - and that IS a lot! Allerdings ist die Wohnung einfach nur toll und leider findet sich nichts preiswertes zum alleine wohnen.

Heute fuhren wir mit einem Makler herum und haben uns Wohnungen angeguckt. Er meinte Studios (also was wir in D immer haben) gäbe es im Norden der Stadt - bei dem Zugsystem würde das ca. 45 Minuten zur Uni brauchen. Um die Uni herum ist entweder Ghetto oder aber Studios sind viel zu teuer (etwa $1600)! Diese Makler von "Chicago Apartment Finders" suchen dir ein Apartment in deiner Preisklasse. Es ist also nicht so, dass man die bezahlt. Sollten die etwas finden, dann werden sie von den Vermietern bezahlt. Dafür kutschieren die dich durch die ganze Stadt. Ja, jedenfalls waren wir heute im richtigen Ghetto. Denn das wäre unsere Preisklasse. Holz vor den Fenstern, Gangster auf den Straßen, dreckige Bürgersteige, kaputte Straßenbeläge etc. Daneben geschlossene Fabrikgebäude, im Hintergrund die Bahn - no way. Hoffentlich klappt das mit dem anderen Apartment noch irgendwie!



Nun aber zurück zu gestern! Wir waren in Little Italy zum Lunch bei ner Kette namens Potbelly's. SOOO GOOOD! Ähnlich wie Subway aber viel besser. Little Italy war früher auch Ghetto-Gebiet, aber ist nun sehr schön. Kleine Häuschen, überall Italienfahnen, Pizzerien und Cafés.



Danach waren wir dann Downtown am See. Michigan Avenue, die Hauptstraße, ist einfach top. Chicago ist ne super schöne Stadt. Stephs Schwester kam auch noch dazu und wir waren noch ein wenig shoppen und dann Tapas (!!!) essen. Sehr lecker. Gegen halb 12 waren wir zu Hause und alle am Ende...



Das war nun - in aller Kürze ;) - gestern. Grad komme ich von diesem Trip mit dem Makler zurück und esse eine Portion Ben & Jerry's Caramel Fudge Ice Cream. Morgen geht es in die Mall und an den Pool - so hoffe ich jedenfalls...

Montag, 13. August 2007

Unser neues Zuhause

Willkommen bei einer neuen Ausgabe von Unser Neues Zuhause bei RTL. Mein Name steht hier nicht zur Sache, aber wir haben wieder interessante Angebote für unsere beiden Kandidaten Philip M. und Sonja B. herausgesucht.

Wir treffen Sonja und Philip gegen 10 Uhr morgens bei Stephanie R. in der Wohnung. Maklerfreund Carl A. ist auch schon da. Los geht's.

Die erste Wohnung liegt direkt an der Straßenbahn - ideal für unsere beiden Studenten. Plastik-Fußboden, schräge Wände, dreckige Bäder - dafür aber viel Platz, den man nicht braucht. Unsere Studenten sind ein wenig skeptisch, also weiter geht's! Hat Carl das mit dem Budget etwa falsch verstanden?? Oder gibt es nur solche Wohnungen?

Objekt Nummer 2 befindet sich in einem etwas älteren, aber gut erhaltenem Haus in der Südstadt. Überraschung! Uns erwartet der pure Luxus - Marmorfliesen, Jaccuzi im Bad, riesige Küche, 2 Schlafzimmer, eine Eingangshalle mit Kamin, Trockner, Waschmaschine, Hof mit Sitzecke und alles sehr edel. Der Preis: $1600. Dann müssten die beiden wohl zusammenziehen... Unser Makler hat schon ein neues Objekt parat.

Apartment Nummer 3 liegt 10 Minuten zu Fuß (!!!!!) von der Uni entfernt. Im 5. Stock gibt es zudem einen Balkon. Das Apartment selbst ist gerade einmal 1 Jahr alt. Ausstattung: Küche mit Schränken, Kühlschrank (US-Size!!), Herd, Ofen, Mirkowelle, Spülmaschine; Waschmaschine und Trockner, Badewanne, Klimaanlage, Fitness-Raum, 3 Zimmer (2 Schlafzimmer am jeweils anderen Ende der Wohnung, abgetrennt durch Bad, Küche und Wohnzimmer), dazu sichere Lage. Langsam beginnt die Ablehnung gegen Zusammenziehen zu bröckeln - hier könnte man sich durchaus aus dem Weg gehen. Preis: 1500$ mit Parkplatz, gegen 1300$ ohne.

Objekt 4 ist das krasse Gegenteil. Unsere Kandidaten haben Angst, das Haus, das in einer Seitenstraße liegt zu betreten. Im Fenster des Erdgeschosses steht "We call the police". Überraschung oben: die Wohnung selbst ist sehr schön.

Das vorletzte Apartment war ein altes Holzhaus in der Nähe des Highways....nicht wirklich etwas für die beiden.

Das letzte Apartment war ein Neubau in einer sehr guten Gegend. Besonders gefielen hier der Holzfußboden, die Küche und die 2 Badezimmer.

Nach eingehender Beratung mit Makler Carl kommen alle Beteiligten zu der Einsicht, dass ein 1-Zimmer-Apartment zu ihrem Budget kaum in guter Gegend zu bekommen ist. Apartment 3 ist ungewöhnlich nahe an der Uni und bietet genug Platz. Wie wird die Entscheidung ausfallen? Werden die zwei tatsächlich doch zusammenziehen? Wie teuer wird die Miete? Und vor allem: Wer bezahlt die Produktion dieser Show? Ich weiß es nicht, aber verabschiede mich bis zur nächsten Folge wenn es wieder heisst: Unser neues Zuhause, immer mittwochs 21:15 bei RTL.

Sonntag, 12. August 2007

Dances from da hood

Alright y'all! Ich habe eine neue TV-Show entdeckt! Das ist der Oberhammer. Der Name Dances from da hood sagt schon alles! Eine richtig üble Tante zeigt euch da die tollsten Dance-Moves. Die ist so irre.

Wenn ihr Trash TV mögt, guckt es euch mal an und lernt den TOE WOP hier: http://dancesfromthahood.mtv.com/clip.aspx?key=ADBCFFF135F0EC72&ctx=feat

Wie ein Kind...


Es ist - wieder - sehr früh: 6 Uhr! Und ich bin wieder hellwach. Dabei bin ich gestern schon gegen halb 10 auf der Couch vor dem TV eingepennt. Jetlag sucks....vielleicht penne ich morgen mal richtig. Aber nun erstmal von vorne...

Gestern morgen sind wir in den Supermarkt gefahren und ich glaube ich war MINDESTENS 18 Jahre jünger. Naja, auf jeden Fall habe ich gestaunt über XXXXL Packungen von Heinz Tomatenketchup, 100 Ben & Jerry's Sorten (ein RIESENGANG voll Eis!), Cornflakes in allen Richtungen, Chips....HÄMMER! Ich werd ne Menge essen! Weil wir aber bei einer kultivierten Amerikanerin wohnen, waren wir auch in einem Öko-Markt! Leckeres Brot gab es da und ich glaube der Kram da war echt gesund. Aber selbst da vergisst man nicht, dass man in USA ist: Wiener Würstchen aus Bayern wurden da etwa angepriesen und mein geliebter Feta-Käse kam nicht etwa aus Griechenland, dafür aber aus Bulgarien, Israel, Frankreich und den USA. Naja, zumindest die Wursttheke sah so aus wie bei uns :).

Nach dem Frühstück ging's dann los in die Mall in Wisconsin, was etwa eine Stunde von hier liegt. Es ist tierisch billig hier. Ich habe ein Hemd bei Ralph Lauren und 2 Tommy Hilfiger Polos gekauft (jaja ich Proll) für umgerechnet......60 Euro zusammen. Der HAMMER! Danach war ich Cds kaufen - 2 Stück für 15€, ohne dass sie reduziert wären. I love Best Buy! Der Laden hat ein etwas seltsames Bonus-Punkte System! So kriegt man bei einem Einkauf von $250 ganze $5 geschenkt! WOW! Aber ich komme bestimmt auf die $250 Dollar in dem Jahr, ach in ein paar Monaten! Und da ich so begeistert bin davon, habe ich meine ersten 2 Cds auch direkt mal fotografiert.

Nach dem Shoppen ging es dann nach Hause. Ein Kumpel von Stephs Freund Carl hatte ne Party am Start und wollte danach in nen Club. Eigentlich wollten Steph, Carl, Sonja, Stephs Schwester Diana und ich zur Party, aber ich bin dann irgendwie schon eingeschlafen, als die TV geguckt haben! Zumindest habe ich noch mitbekommen, dass MTV den Hottest MC 2007 gewählt hat - Lil' Wayne! Glückwunsch.... Naja, es gingen dann nur Steph und Carl, wir haben mit Diana und Ruben (der Bruder) ne Runde Jenga gespielt und dann TV geguckt, wobei ich dann vollends einpennte.

Ja und nu ist 6:30 Uhr und die Steph, die um 10 zurück sein wollte, ist noch nicht da. Where she at? I don't know! Komisch ist, dass der Carl seinen Kram gestern abend noch vorbei gebracht hat, weil wir gegen 9 Uhr Wohnungen gucken fahren!
Mehr dazu aber morgen....hoffentlich komme ich dazu, zu einer besseren Uhrzeit zu schreiben ;)

Samstag, 11. August 2007

Auf Wiedersehen Heimat!


Es ist jetzt 6:36 Uhr in Chicago und ich bin WACH! Aber vor allem: Ich bin da! Sitze gerade bei der Steph auf ihrer super gemütlichen Couch, umgeben von 100 Kissen und warte auf Pancakes zum Frühstück. Die erste große Aktion: Eine Umrechnungsmaschine finden für all die Einheiten: feet, pounds, ounces, yards,etc.

Alright, also zur Hinreise. Morgens um halb 7 ging es los. Da es tags zuvor ca. 12 Stunden geregnet hat und zumindest Düren unterzugehen schien (was bei weitem nicht schade gewesen wäre) sind wir schon recht früh nach Düsseldorf aufgebrochen! Wir? Meine Eltern + Opa + Schwesterherz (hi du!) und ich. Waren dann schon gegen halb 8 am Flughafen und - tatatataaaaa - Premiere: KEINE Schlange am Check-in Counter. Die Dame schien mich zu mögen: beim Boarding musste ich ihr nicht den Ausweis zeigen, weil sie mich noch kannte *bildet sich was drauf ein*.

Zuvor fiel jedoch der Abschied an. Das war nicht so easy. Max und Miri waren zwischenzeitlich auch angereist trotz Stau, was ich sehr cool fand (thanks again, mein Opa mochte euch und war beruhigt, dass ich nicht mit komischen Leuten abhänge in Bonn). Abschied war recht schwer, als er kam. Aber gut...

Flug nach London war dann recht reibungslos. Die Maschine war relativ leer - da dachte ich dann auch, dass die ganzen Horrorgeschichten von Heathrow auch nicht so ganz stimmen würden. FALSCH gedacht. Nie wieder. Nach der Ankunft erstmal ne EWIGKEIT in einer Schlange gestanden zum Security Check. Noch wusste ich jedoch nicht, dass es auch schlimmer werden konnte... Nach dem Check also noch 2 Stunden Aufenthalt am Flughafen und EIGENTLICH mag ich sowas. Aber da haste quasi eine Riesenhalle mit Stühlen und 100 Läden drum herum und es ist tierisch laut!

Überraschenderweise ging das Boarding - als es dann mal anfing - super schnell. Die Katastrophe kam im Flieger! Neben mir saß Don, 65. Er kam aus Kuwait und flog nach Hause nach Iowa zu Mama und Schwester. Lebte allerdings in Italien mit Familie. Naja, als er schon loslegte mit so Sprüchen wie "The people in Kuwait - they know nothing. They are so dumb! All they want is sex" (nach Don waren nur die Engländer noch dümmer und einfacher gestrickt!) war ich schon angenervt. Die Begründung für diese Behauptung: "They don't have any national good". Ehm, ja... Also Don trank dann im Verlauf des Fluges so ca. 8 Jack Daniels und wessen Video-System klappte natürlich nicht? MEINS! Und wer kann auch nie pennen auf Flügen? ICH. Also mich von Don berieseln lassen. Der wurde dann auf einmal richtig aufdringlich und machte mir 10000 Komplimente bis ich irgendwann meinte, er solle mal ruhig sein.

Die letzte halbe Stunde war er dann nur noch am fluchen. Das war mit der übelste Flug , den ich je hatte.

Was ich noch nicht wusste: Die Reise war noch nicht zu Ende! In Chicago kommt man normalerweise aus dem Flieger und wartet 10 Minuten in der Schlange vor dem Immigration Desk. Aus 10 Minuten wurden knapp 2 Stunden. Die ganze WELT kam wohl nach Chicago. Beschweren sollte man sich besser auch nicht und so blieb nur eins: Warten!

Dafür war der Empfang sehr nett! Die Steph kam mit ihrer Schwester und dann wurde Chicago-Style Pizza bestellt und nach Hause gefahren. Dort erwarteten uns Stephs Ma, der Bruder Ruben und ihr Freund Carl. Letzterer hilft bei der Wohnungssuche - morgen geht es los.

Heute aber erstmal shoppen! Es ist so unglaublich warm hier - Hämmer! Gott segne die Klimaanlage! Freue mich auf ein Jahr ohne Meldungen über Klimawandel! YEAH.