Mittwoch, 26. September 2007

CD-Tipp

Gestern war ja DIENSTAG und ich will mal dem Vorurteil entgegenwirken, dass ich nur über Essen schreibe!!!! Falsch - ich schreibe fast so oft über CD Käufe.

Diese Woche war ich mal wieder ZUFÄLLIG beim Target in der CD-Abteilung. Und weil der Tag nicht so toll lief, dachte ich mir: Kaufe ich mir eine CD. ZUFÄLLIG hatten die noch ein Exemplar des neuen M.I.A. Albums auf Lager. Die Musik ist einfach total irre. Komisch. Seltsam. Hip. Ich war so positiv überrascht, dass ich nun mal Werbung für die CD mache! Jacek - du kennst die ne? Wie ist denn das erste Album?

M.I.A. - KALA

















Links gibt es eine Hörprobe.

Gerade frisch rausgekommen ist auch das Video zur neuen Single von Alicia Keys "No One". Die Frau ist top. November 13th - Battle of the Biatches: Celine Dion (...) vs. Britney Spears (...) vs. Alicia Keys. Alicia all the way baby.

Was ich so mache...

Heute ist Mittwoch morgen. Gestern saß ich rund 8 Stunden am "briefen", d.h. zusammenfassen von Gerichtsurteilen. Der Prof hat sich nämlich einfach mal so gedacht, dass wir bis Donnerstag 5 Fälle zusammenfassen sollen. Ist klar.
Einer davon ist der Fall Marbury vs. Madison (1803). Und damit ihr mal seht, was ich so mache - und damit sich die NAPPIES erinnern an den 1. Jahreskurs - hier also mein brief:

I. TITLE AND CITATION:
Marbury vs. Madison (5 U.S. 137)

II. FACTS
Shorty before stepping down from office, President Adams appointed William Marbury justice of the peace for the District of Columbia. However, while the Senate confirmed Adam’s choice, Secretary of State, John Marshall failed to deliver the commission to Marbury.
The newly elected President, Thoams Jefferson, ordered his Secretary of State, James Madison, not to deliver the commission. Therefore, Marbury referred to section 13 of the Judiciary Act of 1789 to petition the Supreme Court to issue a writ of mandamus against Madison.

III. LEGAL QUESTIONS PRESENTED:
a) Has the applicant a right to the commission he demands? – Yes
b) If he has a right and that right has been violated, do the laws of this country afford him a remedy? – Yes
c) If they do afford him a remedy, is it a mandamus issuing from this court? - No

IV. HOLDING
Marbury has the right to have the commission delivered, yet, the Supreme Court cannot provide him a remedy as he does not have original jurisdiction in the case. The court declares the Judiciary Act of 1789 which granted him original jurisdiction in cases different than the four outlined in the Constitution as unconstitutional

V. OPINION OF THE COURT
1. The right of the applicant derives from an act of Congress in 1801 which created justices of peace in the newly created counties of the District of Columbia. These judges have to be appointed by the President. A commission for William Marbury was signed and sealed, yet, the commission never reached Marbury. The court finds that since the appointment has been made by the President and confirmed by Congress, the commission is valid and “[n]o other solemnity is required by law”. The judges conclude that “a formal delivery to the person is not among [certain solemnities required by law]” and the transmission of the commission does not give it validity since it is already valid through the appointment of the President and the affixed seal.

2. If a duty of an official is not to merely execute the will of the President but instead assigned by law, in Marbury’s case to judge on individual rights, the individual who is affected by a denial of his rights is afforded a remedy. Since Marbury as a justice of peace cannot be removed by the President and the appointment cannot be reversed but is rather protected by the law, he has the right to the commission and any refusal to deliver the commission is a violation of this right. In this case, the laws of the United States afford him a remedy.

3. Marbury asks for a writ of mandamus that demands the commission be delivered to him. The right of the Supreme Court to issue a writ of mandamus “to any courts appointed, or persons holding office, under the authority of the United States” in cases where it has original jurisdiction was, however, only granted by Congress. The Constitution, in contrast, has already defined four cases in which the Supreme Court shall possess original jurisdiction. Consequently, the act which granted the Supreme Court the power to issue a mandamus to public officers “appears not to be warranted by the Constitution”. As a matter of fact, the court rules that it cannot issue a writ of mandamus since it does not have original jurisdiction (as defined by the Constitution) in Marbury’s case. It declares the law that granted him this authority unconstitutional.

VI. SEPARATE OPINIONS
There were no separate opinions in this case

VII. COMMENTS AND EVALUATION:
1. It is surely problematic that chief justice Marshall was the former responsible Secretary of State under Adams and did not deliver the commission. Yet, he presided over the court that was responsible for Marbury’s case.
The issue brought before the Supreme Court by William Marbury went further than simply creating a decision whether Marbury’s commission was valid or not. In his decision, the Marshall court decided that it could “say what the law is” and accordingly strike down any executive or legislative action.

Wer sich den ganzen Kram im Original durchlesen möchte: Marbury vs. Madison

Sonntag, 23. September 2007

CSI - CHICAGO



Dieses Mädel ist hier quasi vor unserer Haustür verschwunden am Dienstag...Gut, dass wir im 4. Stock leben!

Freitag, 21. September 2007

Ein Stück Heimat

Heute war es soweit! Freitag - 4 Wochen Uni hinter uns und damit 1/10 unseres Aufenthaltes. Freitag - wir haben uns einfach mal gegönnt in die Stadt zu fahren. Freitag - der Tag, an dem wir das Chicago Brauhaus betraten. Im Norden der Stadt gelegen, erkennt man das Brauhaus an seinem schwarz-rot-goldenen Schriftzug. Herrlich altmodisch - irgendwo zu finden zwischen Carolas Pinte und anderen deutschen Kneipen.
Drinnen stieg schon ne Gaudi als wir gegen 9 ankamen. Im hinteren Teild er Raumes war eine bayerische "Männerband" samt Lederhosen, Tuba und Hüten und die haben dann schöne Lieder a la Musikantenstadl gesungen. Auf der Tanzfläche befanden sich zu Anfang nur Rentner - wäre das ganze in Südamerika geschehen, es hätte einen ganz anderen Beigeschmack.

Der Raum war geschmückt mit bayerischen Wimpeln und deutschen Fahnen. Am Thresen standen Krüge und Pokale und an der Wand entdeckte man gar Karnevalsprinzen. Nur der Edmund Stoiber war nicht dabei. Zu essen gab es Wiener Schnitzel mit "German Fries". German was? Ja, "German Fries", also "deutsche Fritten" sind.......BRATKARTOFFELN. Geschmeckt haben sie sehr gut. Und wie es sich für ein Brauhaus ziemt, gab es auch leckeres Bier aus Krügen. Das tat so gut - selbst nicht-Bier-Fanatiker müssen das zugeben.

Am besten waren jedoch die Amis. Nix verstanden von dem, was der Eberhard da vorne gesungen hat (u.a. DJ Ötzi), aber ordentlich geklatscht und laute von sich gegeben, die wohl Deutsch klingen sollten. Lustige waren auch die Polonnaise und der Jodlwettbewerb. Am krassesten war, dass sich auf der Tanzfläche 2 Gruppen bildeten - Hälfte Männer (Durchschnittsalter 65) und Hälfte Frauen (35). Eberhard gab dann der einen Gruppe einen Holzknüppel, den sich jeweils ein Mitglied zwischen die Beine (!) stecken sollte, um damit dann zu dem anderen Geschlecht zu hüpfen und es ihm/ihr "zwischen die Beine zu stecken". Gesungen wurde: "Einer geht noch, einer geht noch rein". So hab ich das Lied noch nie interpretiert!





Der Jodlwettbewerb


Das Brauhaus I


Das Brauhaus II


Das Brauhaus III


Ich hoffe nur fest, dass die Amis nicht denken, dass bei uns in Deutschland am Wochenende Renter Bier trinken und alberne Lieder singen, dazu dämliche Hüte und Lederhosen tragen und auf junge Frauen abfahen ;)

Donnerstag, 20. September 2007

Worte zum Tag

Heute ist eigentlich ein ganz normaler Tag. Dachte ich zumindest heute morgen. Ungewöhnlich heiß vielleicht, aber sonst gab es nichts, was mir aufgefallen wäre. Das änderte sich, als ich im Kurs "African Americans and the Law" saß. Da meinte einer der vielen Schwarzen zu unserem Professor, dass er doch ein schwarzes Shirt tragen sollte. Und tatsächlich hatten viele schwarz an. Ich auch zufälligerweise. Nach dem Unterricht den Fabi getroffen, der mir erzählte, dass ihn gestern schon ein kleines schwarzes Kid darauf aufmerksam gemacht hätte, dass er kein schwarz trägt. Was war passiert?

In Louisiana haben afro-amerikanische Jugendliche einen Weißen zusammegeschlagen und sind dafür für versuchten Mord angeklagt worden. Waffe: ein Turnschuh. Hintergrund der ganzen Sache: Der "White Tree" an der örtlichen Highschool, wo, nachdem sich einige schwarze Schüler eines Tages drunter gesetzt hatten, am nächsten Tag 3 Seilschlingen von den Ästen baumelten - als wäre wer zu hängen. Und nun demonstrieren da Zehntausende.

Ebenfalls in dem Kurs heute morgen meinte ein Schwarzer, dass Weiße in der Geschichte immer schon Schwarze gehasst hätten und ungerechte Systeme in ihren Staaten deshalb etabliert hätten....Hm....Das war dann doch etwas heftig, aber naja...

"Rasse" ist hier von viel größerer Bedeutung als bei uns. Kann man sich gar nicht so vorstellen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich viel zum Thema Sklaverei mache dieses Semester - darüber war ich noch total ungebildet. Wenn man mal bedenkt, dass die Segregation erst seit knapp 55 Jahren vorbei ist, dann ist es kein Wunder wenn immer noch viele in alten Denkmustern leben bzw. diese weitergeben. Und man fällt da automatisch rein: Ich gehe auch nirgendwo spazieren, wo nur Schwarze rumlaufen - so rassistisch sich das anhört. Und ich fühle mich auch unwohl, wenn ich der einzige Weiße im Bus bin oder im Supermarkt.

Weitere intellektuellen Gedanken folgen demnächst. Morgen geht es erstmal ins BRauhaus - ja richtig gehört! SCHNITZEL essen und BIER aus Deutschland trinken. So langsam fehlt mir die Heimat und was hilft da besser als ein Bier im Krug und importierte (!) Bretzeln.

Dienstag, 18. September 2007

Jeden Dienstag wieder...

kommt das Christuskind? Nein, aber fast so gut. Jeden Dienstag gibt es neue CDs in den USA und da schlage ich natürlich zu. Heute waren KT Tunstall und James Blunt dran - zusammen für $24 Schnäppchen. Dazu gab es ein paar Spiele - spottbillig. Monopoly hat rund $10 gekostet und wir haben Cluedo (ca. $12) und Uno ($5) gekauft. Im Target, also da wo man hier fast alles bekommt, gab es schon Halloween Dekoration. Die gesamte Süßwarenabteilung war mit Hexen, Kürbissen und schwarzen Comic-Katzen zugedeckt. Zu kaufen gibt es etwa spezielle Oreos mit orangem Zeug in der Mitte. Bei den Deko-Artikeln gab es riesige Spinnen, Hexenhäuser, Spinnetze etc. Aber das ist in Anbetracht der Tatsache, dass Halloween immerhin in 1 Monat ist noch "normal". Freitag abend in der Mall waren schon Weihnachtssachen ausgestellt und Tannenbäume standen bei Macy's am Ausgang....Lustig sind auch die Süßigkeiten, die sich den Jahreszeiten anpassen - so Schokodinger gibt es jetzt in Blatt-Form....

Ansonsten saß ich heute den ganzen Tag an meinem 2. Essay zum Thema "Differences between North and South in the antebellum period". Es geht also um den Bürgerkrieg und welche fundamentalen Unterschiede es zwischen Norden und Süden gab. Mein anderer Essay nähert sich der Fertigstellung und ich glaube der ist ganz gut geworden. Ich entschuldige mich nochmal ausdrücklich bei den WGlern, dass ich keine Zeit zum Skypen hatte heute - VERZEIHT MIR DOCH! ;)

Morgen ist wieder den ganzen Tag Uni. Mein Race Relations Kurs ist sehr interessant, aber manche Leute....Ein Mädel zum Beispiel denkt sie wär Cheerleader-Queen glaube ich und nervt einfach total. Quietschstimme und strohdoof. Zudem wissen die Leute oft die unwichtigsten Details (Stichwort: Stillen von Babies in Afrika), aber begreifen nicht die generellen Dinge.

Abends ist dann der Kurs um US Identity. Der ist tierisch cool. Allerdings mussten wir für morgen 1 Buch komplett lesen...300 Seiten. Und da hab ich kaum was von behalten. Hoffentlich gibt es keinen Test. Davon habe ich genug - erst heute morgen wieder einen gehabt zu Internal / External Checks on the Supreme Court.

Sonst steht für die Woche nichts groß auf dem Programm....was will man machen? Freitag abend hoffe ich rausgehen zu können...mal sehen. Ich berichte neues, wenn ich wieder ein Leben habe....das könnte also dauern ;)

Samstag, 15. September 2007

Es füllt sich...

Ja, das Update ist ein Weilchen her. Aber ich hatte ne Menge zu tun - lame excuse? NO WAY! Mittwoch bekam ich mein Essay-Topic. 4 Seiten sollen wir schreiben über die Skalverei in der Kolonialzeit und welche Auswirkungen sie auf die Beziehungen zwischen den "Rassen" hatte....Ja und dann kam mein Buch "Species of Property: Slave Life and Culture in the Old South" - und dazu verfasse ich eine Buchkritik....versuche ich zumindest. Muss jedes Kapitel zusammenfassen und dann 7 Fragen beantworten -_- Nicht das spaßigste, was man sich vorstellen kann.

Mein soziales Leben ist auf einem historischen Tiefpunkt - ich komme DI, DO, FR gegen Mittag nach Hause und lese quasi bis 11 Uhr abends und gehe schlafen. Für nächsten Mittwoch muss ich - neben den anderen Kursen - ein 300 Seiten Buch lesen. Ich glaube im November sind es in einer Woche 3 Bücher oder so...plus essay...plus Quizze etc. Das ganze ist nicht so schlimm, weil ich die Kurse sehr gut finde. Aber man hat halt keine Zeit - zumindest geht es unseren 3 Freunden scheinbar ähnlich.

Freitag bin ich zur Steph gefahren, da ich SA morgen zu IKEA wollte - allerdings hat die auch kein Leben und war nur müde, so dass ich mich wieder abends lesend vorfand. Dafür waren wir heute morgen dick frühstücken: richtig übel. Toast mit Frischkäse, normalem Käse, Schinken und Rührei, dazu Hash-Browns (quasi Reibekuchen) und Pancakes. Mir war sowas von schlecht.... Danach ging es dann zu IKEA - unsere Bude bekommt nun endlich etwas "Wärme", denn wir haben nun 1 Pflanze sowie 2 Bilder. Yes. Nun brauchen wir nur noch 2 Sessel....Hoffe, dass sich bald Zeit findet :).

Dianas Ma, Lucy, hat uns heute nach Hause gefahren. Die ist einfach cool. Waren dann hier in Little Mexico essen. Lecker. Morgen ist mexikanische Unabhängigkeitstag und da gibt es hier große Paraden. Hoffe, ich kann mal hingehen vor lauter lesen. Dienstag steht ein Quizz an und mein eigentlich recht netter Professor, den ich Montag direkt 2x habe, hat sich angewöhnt Leute willkürlich anzusprechen und geht reihum und fragt jeden eine Frage zum Reading -_-. Das sind Methoden.

Dienstag, 11. September 2007

09/11

Heute ist also der große Tag gewesen: 11. September. Endlich - das neue Kanye West Album ist draußen. Und auch das neue 50 Cent Album ist da. Kanye war schon eingerechnet in die Ausgaben des Monats, aber da es beide CDs für nur $10 gab jeweils (ca. 7 Euro), habe ich beide doch mal glatt mitgenommen. Beziehungsweise mitnehmen lassen - Sonja war die CDs kaufen, während ich auf den Cable-Mensch gewartet habe. Leider haben wir immer noch kein Fernsehen - dabei zeigt MTV doch am Donnerstag "Celebrity Rap Star"....Da treten wannabe-Promies mit professioneller Hilfe (MC LYte, Redman, Bubba Sparxxx) auf und werden von einer Jury bewertet.

Von irgendwelchen Gedenkmomenten an den 11. September 2001 habe ich hier nichts mitbekommen. Auch auf den Zeitungen war nichts großes zu lesen....Ein ganz normaler Tag eben! Dazu gehört auch ein weiteres Quizz im Unterricht...unangekündigt. Diesmal zu erklären: Judicial Review & Statutory Interpretation des Supreme Court.

/Proll an: Judicial Review ist die Autorität des Supreme Courts, jeden legislativen bzw. exekutiven Akt (also von Congress & President) auf seine Vereinbarkeit mit der Verfassung zu überprüfen. Das heisst also: Der Supreme Court kann Gesetze / Handlungen für verfassungswidrig erklären, sie aber auch für verfassungsgemäß halten und damit stärken. Das ganze hat sich das Gericht einfach selber gegeben - es ist weder von Congress noch Verfassung vorgesehen, sondern wurde nach dem Fall Marbury vs. Madison 1803 als Recht des obersten Gerichts deklariert.

Statutory Interpretation bezeichnet die Fähigkeit des Gerichts, das Gesetz auszulegen bzw. seine Statuten zu erklären. Das ist nötig, da Gesetze nunmal generell verfasst sind und somit der Auslegung bedürfen. /Proll aus

Haben wir auch mal was gelernt hier! Das ganze musste ich heute morgen also in ca. 3 Minuten aus dem Kopf aufschreiben - ohne dass ich mir das nochmal richtig zuvor angeguckt hätte...das Quizz ist eben unangekündigt. Die Uni macht mein Leben so unheimlich spannend :)

Montag, 10. September 2007

I did it!

Heute ist der große Tag! Nein, es ist nicht Sonjas Geburtstag (09.) weder ist 9/11 (11.). Nein, heute bin ich auf den Tag genau einen Monat hier. Und da waren's nur noch 9. Die Zeit ging rasend schnell vorbei - besonders, seitdem die Uni angefangen hat. Da dachte ich mir deshalb, ich mache mal einen kleinen Überblick über was mir gefällt und was nicht:

Uni:
+ man lernt viel, kleinere Klassen größtenteils, bessere Ausstattung, nette Profs, lockere Lernatmosphäre, Ferien sind auch Ferien (keine Paper), UPass & ICARD
- Hässliche Gebäude, vieeeeel zu Lesen, Leute reden nicht (Obwohl....TATATATATATAAAA...heute haben sich in beiden Kursen Leute mit mir unterhalten! We will see)

Freizeitgestaltung
+ unglaublich viel zu sehen, Nachmittag im Supermarkt ist schon aufregend, große Auswahl an Läden, Clubs, Bars, Kinos, Nichtraucher-Schutz (jawohl - nach nem Club/Barbesuch rieche ich nicht wie ne Tonne Zigaretten)
- seit Uni anfing wenig Zeit :(

TV
+ unzählbar viele Programme
- viel Trash

Leute
+ generell sehr nett überall, locker, freundlich, super Service in Restaurants, hilfsbereit
- teilweise sehr laid-back, soll heissen: im Jogginganzug zur Uni, Mädels im Hotpants-Schlafanzug Höschen, Pulli und Haaren Marke "gerade aufgestanden" sind tierisch unsexy - besonders, wenn sie strohdoof sind!

Preise
+ Dank Euro ist Shoppen sehr günstig, genauso wie CDs, Kino,Strom, Gas, Restaurants größtenteils und Taxis
- Clubs und Supermärkte sind eher teuer; Handy kostet, wenn man angerufen wird bzw. SMS erhält

Infrastruktur
+ einfaches Bussystem
- sehr schlechte Stadtbahn, löchrige Straßen, Staus, keine Fahrpläne, weite Fußwege, nichts für Fahrräder,

Multikulti
+ Leute aus allen Ecken der Welt - nicht nur in der Uni, Spanisch inoffiziell 2. Sprache,
- Rassismus scheint ein großes Problem zu sein, stark unterschiedliche Stadtbezirke je nach Bewohnern: es kann an der Ecke noch sauber, sicher, schön sein aber die Straße links ab ist Ghetto während es rechts gut zu leben ist

So, das war es erstmal. Weitere Eindrücke folgen an selbiger Stelle :). Morgen ist auch ein großer Tag - nichts wird mehr gehypt als der 11. September...jedoch nicht wegen den Anschlägen, sondern weil diese beiden Herren aufeinander treffen:



Für wen ich mich entscheide: Morgen. Hoffe, dass der Hype diesmal etwas bringt - die Video Music Awards wurden hier so gehypt mit Britney Spears' Comeback.....und was war? Gar nichts....außer der 10. folge von: "Wie zerstöre ich meine Karriere? Britney Spears und das VMA Debakel".

Sonntag, 9. September 2007

Clubbing

Gestern sollte unser TV endlich angeschlossen werden. Um 4 Uhr kam dann auch jemand, der es aber leider nicht hinbekommen hat....Beim 1. Mal geht irgendwie alles schief. Naja, dafür waren wir abends schön feiern. Und wir sind reingekommen in den Club - anders als letzte Woche. Leider nicht alle - Simone und Daniel waren zu spät dran und sind dann woanders hin. Schade. Der Club hatte 4 Floors: Salsa, Mix, Hip-Hop und Reggaeton. Alle 4 waren recht cool - obwohl ich eher wie ein verrosteter ICE aussehe beim Salsa tanzen....vielleicht liegt das auch nur an den Latinos, die den Dancelfoor beherrschen.

A propos Tanz: bei uns tanzt man vielleicht Macarena (oder den Sabine Graumann Tanz), aber hier können fast alle die Tänze aus den Hip-Hop Videos. So wie in folgenden Videos wurde dann im Club abgetanzt:

Soulja Boy - Crank Dat


Huey - Pop, lock and drop it (ich verweise nochmal auf diesen Link- da bringt euch Tweedy den Dance bei (...oder auch nicht)


Young Joc - It's goin' down


Weiterhin ist mir aufgefallen, dass einige Damen sich einfach krass unmöglich anziehen. 30 Kilo zu viel aber trotzdem in HotPants oder Kleidchen im Club. Ja und wenn der Hüftspeck dann so geschüttelt wird wie in den Videos oben....Prost Mahlzeit!
Seltsam auch: Um 10 Uhr ist der Laden voll gewesen....dafür schließen die Clubs hier wohl zwischen 2 und 3; nur wenige haben scheinbar bis 4 oder gar 5 auf. Komisch!

Also hier die Bilder:






Samstag, 8. September 2007

As the days go by...

Die Woche war nicht wirklich aufregend. Uni halt. Am Mittwoch hatte ich meinen ersten Test im Seminar zur US-Identität. Wir mussten 3 teilweise recht komplexe Texte lesen und darüber war das Quizz. 5 Fragen, 3 davon hätten auch für jeweils 1 Essay gelangt. Und das ganze in 5 Minuten. Da hilft es auch nicht, dass die Texte benutzt werden konnten, da man keine Zeit hatte. Zugleich waren die Fragen kein multiple choice, sondern im Essay-Stil gehalten. Nu erklär mal jemand die Kernpunkte eines 20 Seiten Texts in 1 Minute. Mal sehen, wie das so ausging. Den Kurs habe ich allerdings gerockt *hust* ;).

Dabei ist mir mal wieder die teilweise BEschränktheit der Amis aufgefallen. Die erwähnten Texte stammten aus den Jahren 1908, 1915 und 1916. Letztere waren Teil der Diskussion. Es ging größtenteils darüber, wie man mit den Immigranten umgehen sollte. In beiden Texten kam öfter das Problem der Deutsch-Amerikaner zur Sprache und es war die Rede vom "großen Krieg, der gerade in Europa tobt". Ja, Preisfrage: Was war das wohl für ein Krieg??? Professor fragt, unter welchen Umständen das ganze verfasst worden sei. Ich stelle mal die These auf, dass keiner der Leute außer Sonja wusste, dass das der 1. Weltkrieg war.

Donnerstag war das 2. Quizz an der Reihe. Wir sollten in 3 Minuten erklären, was ein "writ of certiorari" ist, wie man daran kommt und warum die verfasst werden. So schnell kann man grad mal die Definition schreiben...Aber gut. Interessanter war eigentlich, dass der Prof - hallo wieder an die Nappies! - dazu überging den "writ of mandamus" zu erklären. "MANDAMUS" ist Latein und würde dann wohl auch "MANDAMUS" ausgesprochen oder? Der Prof war sich sicher, dass er die richtige Aussprache kannte - hatte ja Latein in der High School....*Hust* *Hallo Dominik*.... Die Aussprache war dann etwa "Mändämas"....Aus "Habeas Corpus" wurde "Habijus Corpus"....Cäsar würde sich im Grab umdrehen bei dieser Amerikanisierung.

Nerviger war jedoch die Tatsache, dass der Kühlschrank leer war und wir einkaufen mussten. Die Bank, der Supermarkt und ein Laden, wo man Drucker kaufen kann, sind auf derselben Straße - laufen ist aber quasi nicht. Also muss man immer den Bus nehmen. Zwischendurch schüttete es dann ordentlich und wir kamen durchnässt zum Supermarkt - ja, der Bus hält vor der Tür, aber der Parkplatz will erstmal überquert werden. Nach dem Einkauf sind wir mit ca. 10 Tüten (O-Saft hat ne eigene, Eier auch...) (Rucksack war voll, bei XXL Packungen passt da nix rein) zurück zum Bus. Der war dann überfüllt, der Busfahrer fährt einfach los, während man seine karte sucht - und das ganze voll bepackt... Auf dem Rückweg dann den anderen Bus verpasst und in den Regen geraten - und das alles für ein paar Lebensmittel. Damn it! Sowas nervt schon - was gäbe ich für meinen Stüssgen um die Ecke!

Für Freitag musste ich ein Kapitel über Sklaverei lesen in der Zeit der amerikanischen Kolonien. Da ging es im Wesentlichen darum, dass sich eine afro-amerikanische Kultur gebildet hat und das afrikanische Erbe der Sklaven immer weiter verblasste. Soweit so gut. Prof fragt, was so die Hauptthesen sind....und 5 Mädels zeigen auf und erwähnen, wie lange afrikanische Mütter die Kinder stillen....In diesem Zusammenhang verweise ich auf das Video der Woche!!

Danach ging es erstmal shoppen Downtown...wo wir dann auch klitschenass wurden vom Regen. Und der REGEN ist in etwa hier normal so als ob es bei uns daheim stürmt. H&M hat hier das gleiche wie in Deutschland - selbst ein NIKO-OUTFIT gab es (braunes T-Shirt und graue Sweater-Jacke). Leider hatte ich keine Kamera - dachte aber für einen Moment, er stünde vor mir! Auf diesem Wege: Hallo Klaus!
Auf dem Rückweg dann eine lustige Sache: Die Anni, eine unserer wenigen Bekannten hier, saß in einem Bus in Richtung Indianapolis und ZUFÄLLIG fuhr sie an uns in Downtown Chicago vorbei, als wir gerade zum Bus gerannt sind. Die Welt ist ein Dorf.

Heute abend geht es ENDLICH in den Club. Sonja hat morgen Geburtstag und wir gehen feiern. Übermorgen sind wir auch schon einen ganzen Monat hier! WAAYYYY to go!

Dienstag, 4. September 2007

Fußball, Pizza and More

Das Wochenende ist vorbei und zurück bin ich im (Uni-)Leben. Sonntag habe ich quasi NICHTS gemacht. Tagsüber war ich mit lesen beschäftigt und dann gegen Abend war ich beim Fußball. Die UIC Flames haben gespielt. Die haben hier richtig professionell ein Turnier zwischen den Unis. Für umsonst (dank Pass) kamen wir auf das Fußballfeld. Erstmal gab es nen Hamburger (auch umsonst) und ein T-Shirt der Flames (ja genau, auch umsonst). Dann ging das Spiel los - *gähn*. Richtig gut war es nicht, aber wir hatten einen 1A Fanclub samt eigener Tribüne. Am interessantesten war noch, dass tatsächlich die Nationalhymne erklang zu Beginn....seltsam....Besser war da mein Jamba Juice samt Immunization Boost - meine Erkältung ist nach dieser Vitamin C Ladung fort! Wurde auch Zeit...

Montag war auch sehr relaxt. Lesen, lesen, lesen bis zum Umfallen. Ich hab sooo viel zu lesen...morgen ist auch schon das erste Quiz. I am excited. Gestern war Labor Day und daher keine Uni. Die meisten Geschäfte haben dennoch auf...komisch manche Sachen.

Heute hatte ich Vorlesung zum Thema Afro-Amerikaner und das Gesetz bis 1954. Der Prof hat das Gerichtssystem der USA nochmal erklärt - hallo Nappies! war spannend. Cool ist, dass wir relativ wenige sind und das, wie bereits erwähnt, alles weit weniger starr abläuft. Soll heißen: Obwohl heute Vorlesungsstil dran war, kann man immer mal fragen oder diskutieren. Zudem hatte ich das Gefühl, dass der Prof das so vorgetragen hat, dass man alles mitschreiben kann. Also Wiederholung von wichtigen Sachen, Betonung und freier Vortrag. Nicht wie das oft bei uns ist nach dem Schema "Das steht heute auf der Tagesordnung und ich fange jetzt an und höre in 45 Minuten auf".

Nach der Arbeit kam das Vergnügen. Naja...oder Teile davon. Das International Office hatte zu Pizza geladen. Wir kamen genau richtig zur Vorstellungsrunde...das liebe ich ja so. Richtig wen kennengelernt habe ich nicht - viele Asiaten und Mexikaner da gewesen. Nachher kamen 2 Jungs aus Berlin noch, aber ich musste weg, weil ich noch einen Kurs buchen musste und es - mal wieder - Probleme gab.

Sonntag, 2. September 2007

10:30 Uhr

Mein erstes Wochenende ohne Besuch aus meinem "alten Leben". Freitag kam die Steph vorbei - nach 3 Stunden Autofahrt in die Stadt. Ganz übel. Somit stand sie nicht um 4, sondern erst gegen 6 in der Tür. Sind dann rund eine Stunde später mit Diana bei einem Italiener essen gewesen - war das lecker! Die Portionen waren riesig, obwohl wir nur die Hälfte bestellt hatten. Zudem hatten die den besten Vodka Lemon im Angebot....nice!
Danach waren wir im Kino - "Superbad" hieß der Film. War sehr lustig, allerdings nur, wenn man schon so Klamauk wie American Pie spaßig fand.

Samstag sind wir mit Stephs Freundin Lisette hier um die Ecke zu einem Thailänder gegangen. Das war auch super lecker. Lisette und Steph hatten sich 6 Jahre nicht gesehen und dementsprechend gab es viel zu erzählen. Die fährt übrigens in 2 Wochen nach Europa für 14 Tage - Hautpgrund der Reise: Oktoberfest in München! Die Amis.....

Abends war der Plan in einen Club - 720 - zu gehen. Mit dabei waren Steph, Diana, Sonja, Conny & Simone (aus Deutschland) sowie Daniel. Carl, Stephs Freund, sowie Fabian, der 3. Deutsche, waren leider nicht dabei. Eigentlich standen wir auf der Gästeliste für den Club und hätten freien Eintritt gehabt, allerdings kamen wir zu spät...$20 Dollar wollten wir nicht blechen, vor allem deshalb auch nicht, weil die Drinks quasi 8-10$ kosten. Also ging es ins Lalos, eine Bar mit den - ich schwöre - besten Margaritas. Der Hammer. Preis: $10-12. Danach waren alle sogar bereit, auf Latino Musik zu tanzen. Gegen 3 sind wir zu Hause gewesen - nächstes Wochenende wird dann ein zweiter Anlauf auf den anderen Club genommen.

Steph und ich
Diana
Diana und Conny
#1 Margarita
#2
#3
Tanzen bis der Arzt kommt
Daniel & Ich
und noch einer
Conny